Panoramafotografie

Was ist ein Panorama und woher kommt die Panoramafotografie?

Panorama stammt aus dem Grieschichen und bedeutet im übertragenen Sinn: "Alles sehen" und wird umgangssprachlich auch als Rundblick, Rundumsicht bezeichnet. Panoramen zeigen dem Betrachter von seinem Standpunkt aus ein größeres Blickfeld als er selbst in natura sehen kann. Bei einem 360° Panorama wäre das das Bild, das den Betrachter ringsum begiebt.

Die Panoramafotografie ist dabei keine Erfindung aus dem "digitalen Zeitalter" -  glaubt man den Eintragungen von Wikipedia, so sind Panoramen bereits aus China aus dem 12. Jahrhundert bekannt und erfuhren im 18./19. Jahrhundert einen regelrechten Boom. Im Zeitalter der analogen Fotografie war es nur wenigen Spezialisten vergönnt, Panoramaarbeiten in 360° zu erstellen.  Der wohl bekannteste Vertreter aus dieser Zeit ist Yadegar Asisi.

Heute erlaubt uns die digitale Fotografie einen vergleichsweise einfachen Einstieg in die Panoramatechniken. Waren bisher Bilder immer 2-dimensional, erlaubt uns die Panoramafotografie und die virtuelle Welt des Internets den Einstieg in die 3-dimensionale Bilderwelt. Panoramen werden fotografiert, zusammengesetzt und mittels einer Software "virtualisiert" und der Öffentlichkeit im Internet präsentiert.

Panoramaansichten entfachen durch ihre Perspektiven dabei völlig neue Ideen für fotografiesche Präsentationen. Benutzern kann sowohl virtuell der (foto-)realistische Einblick in die Szenerie ermöglicht werden als auch die reizvolle Perspektive eines 360°-Panoramas, welches 2-dimensional als (jetzt nicht erschrecken ;-)) equirectangulares Panorama-Druckprodukts z.B. als Postkarte, Kalenderblatt oder Wandbild.

Hier ein Beispiel für ein 2dimensionales (equirectangulares) Panoramabild und die "3d"-Version als virtuelles Flash.

KauflandPoelbitzLift beispiel

 

 

GigaPixel - Flächenpanorama

Gigapixel? Flächenpanorama?

Ein Flächenpanorama ist ein (relativ) großer Bildausschnitt und zeigt im Wesentlichen viel mehr als "normale" Bildgrößen abbilden können. Man kann sich das so vorstellen, dass mehrere Blicke (=Drehen des Kopfes) zur Erfassung einer Skyline notwendig sind. Während "normale" Bildgrößen im Seitenverhältnis 2:3 oder 3:4 aufgenommen werden, unterliegen Flächenpanoramen keiner Größenbeschrämkung. Vielmehr reiht man soviele Bilder aneinander, wie nötig sind, das Motiv vollständig abzulichten. Nehmen wir unsere Skyline: Bedeutet das z.B. 6 Bilder horizontal nacheinader aufnehmen und dann in einer Stitching-Software aneinander reihen. Benutzer von mobilen Apple-Geräten haben das Glück, dass dies sogar automatisch im Panoramamodus ihrer Kamera-App funktioniert.

Hier ein Beispiel vom erzgebirgischen Markersbach: Mehrere Bilder (horizontal, relativ gerade) aufnehmen:

MarkersbachGeteilt

Die Aufnahmen werden dann via Stitching-Software aneinander gereiht:

MarkersbachZusammen

Nun kann man sich vorstellen, dass man Stadtansichten nicht mit 8 Aufnahmen horizontal hinbekommt bzw. den Wunsch hat, viel mehr Details sprich eine viel höhere Auflösung aufzunehmen. Die Lösung ist, viel mehr und kleinere Bildausschnitte als eigentlich nötig aufzunehmen. beispiel Bild Markersbach: statt 8 Aufnahmen nehme ich z.B. 3x8 Bilder mit einem Teleobjektiv auf. Das Bedeutet 3 reihen zu je 8 Aufnahmen. Der Ausschnitt  ist dann immer noch der gleiche - jedoch nur viel höher aufgelöst. Das heisst, dass das zusammengestzte Bild auch viel größer ist und mehr Details bietet.

Damit ist schon einmal die Grundlage eines GigaPixel-Fotos prinzipiell erklärt.

Im Artikel Blabla habe ich ein Gigapixel-Foto vom Zwickauer Dom aus geschossen. Für dieses Gigapixel-Foto schoss ich 304 Bilder mit einer Auflösung von 3888x2592 Pixel. Damit ist dieses auch ein "echtes" GigaPixel-Panorama von 2,8 GigaPixel.

 

 

 

Mein Panorama

Panorama-Artikel

Bewertung: /5 ( Abstimmungen)

Bilder Panoramen Zwickau

Zum Seitenanfang